Mit INKER-S und der VHS im Pumpspeicherwerk Reisach

26.11.2019

Das Pumpspeicherwerk Reisach stand kürzlich auf dem Programm des Initiativkreises Energiewende im Städtedreieck (INKER-S) und der Volkshochschule im Städtedreieck (VHS).

 

Begleitet von Georg Wickles und unter sachkundiger Führung von Heidi Braun ging es gleich daran, das Kraftwerk zu erkunden. Anhand eines maßstabsgetreuen Modells erklärte Braun Lage, Aufbau und Zusammenspiel in der Kraftwerksgruppe, die die Kainzmühle, die Tanzmühle, das Kraftwerk Reisach und den Hochspeicher Rabenleite mit einem Fassungsvermögen von 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser umfasst.

 

Das Maschinenhaus mit den Turbinen, Generatoren und Pumpen von enormer Größe versetzte die Besucher in Staunen. Das Herzstück neben dem Maschinenhaus ist die Leitwarte. Der Leitstandwärter Thomas Kirschner wurde von der Gruppe intensiv befragt und gab gerne und bereitwillig Auskunft. Braun berichtete auch über die Erstinbetriebnahme des Kraftwerkes im Jahr 1924 mit einer Leistung von 800 Kilowatt. Ein Naturstollen von ca. 5,7 km Länge als Verbindung der einzelnen Kraftwerke wurde in den Jahren von 1950 bis 1959 mit einfachen Mitteln in den Felsen getrieben. Bei diesen Bauvorhaben ließen sechs Männer ihr Leben. Zu ihrem Gedenken ließ Bernhard Jansen eine Gedenkstätte in Form einer Kapelle errichten.

 

Im jetzigen Zustand, nach umfangreichen Umbaumaßnahmen erzeugt das Kraftwerk ca. 125 Megawatt Strom. Im kommenden Jahr, so Braun weiter, wird eine größere Revision zu bewältigen sein, um das Werk noch effektiver zu machen.

 

Die Anlage wurde von der OBAG erbaut und betrieben. Nachdem der Energieversorger e-on die OBAG in den Jahren 2001/2002 übernommen hatte, wurde die einstige Kraftwerksgruppe Jansen nach kurzer Zeit an den Energiebetreiber GDF Suez, heute ENGIE verkauft. Diese Gruppe betreibt das Kraftwerk bis heute erfolgreich.

 

 

Text und Bild: Georg Wickles

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Mit INKER-S und der VHS im Pumpspeicherwerk Reisach