Zum 6. Jahrestag des Atomunfalls in Fukushima – der Film „Power to Change“

20.03.2017

Die Energiewende ist heute drängender denn je, Atomunfälle und Beinaheunfälle der jüngeren und jüngsten Vergangenheit sowie die Auswirkungen des Klimawandels machen deutlich, dass dies eine der dringlichsten und wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit ist.

Am 6. Jahrestag des Atomumfalls in Fukushima, am Samstag, den 11. März 2017, traf sich eine Gruppe von rund 20 interessierten Bürgerinnen und Bürger aus dem Städtedreieck im Bürgertreff am Europaplatz in Burglengenfeld. Tina Kolb, Leiterin des Bürgertreffs, hat zusammen mit den Initiatoren des INKER-S (Initiativkreis Energiewende in der Region - Städtedreieck) Gregor Glötzl und Markus Bäuml dazu eingeladen, um die Bürger an die Notwendigkeit der Energiewende zu erinnern, sie für die Gefahren einer zu langsamen Umsetzung zu sensibilisieren und zum Mitmachen zu motivieren.

In seiner Begrüßung wies Markus Bäuml darauf hin, dass wir Europäer erst kürzlich, im Herbst letzten Jahres, einem weiteren Beinahe Atomunfall in Halden in Norwegen nur knapp entgangen sind. Er zeigte die zunehmenden Gefahren und Folgen durch den Klimawandel auf, die unter anderem durch Wetterphänomene und Extreme, wie dem Tornado, der die Ortschaft Kürnach (Würzburg) verwüstete und damit auch bei uns zu spüren sind. Die Münchner Rückversicherung schätzt weltweit diese Art von Schäden auf mittlerweile ca. 100 Mrd. € pro Jahr. Direkt im Anschluss an den Film wurden Fragen geklärt und die Teilnehmer diskutierten über den Stand der Energiewende hier vor Ort. Hier im Städtedreieck ist man noch weit unter dem bayerischen Landesdurchschnitt von ca. 38% bei Strom aus Erneuerbaren Quellen. Um die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen, müssen noch große Anstrengungen in der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, aber vor allem beim Zu- und Ausbau von EE-Anlagen unternommen werden. Stadtrat Thomas Hofmann erinnerte daran, dass der Stadtrat von Burglengenfeld bereits einen Beschluss gefasst habe, vier Stromladesäulen zu errichten, um die Elektromobilität voranzubringen, was ebenfalls ein wichtiger Baustein der Energiewende ist. Darüber hinaus stellte Stadtrat Hofmann die Vorteile seiner von ihm betriebenen flexiblen Biogasanlage vor und informierte darüber, dass auch auf seinem Reiterhof eine Stromladesäule errichtet werden wird.

Der Film „Power to Change - Die Energie Rebellion“ zeigt Wege auf für eine persönliche Wende und wie sie funktionieren kann. Er sendet die klare Botschaft, dass wir nicht verängstigt, sondern mit Zuversicht in die Zukunft blicken können, wenngleich wir persönlich bereit sein müssen, unseren Beitrag für den notwendigen Wandel zu leisten. Ohne einen radikalen Umbruch und der Umstellung von bisher gewohnten Annehmlichkeiten wird es aber nicht gehen.

Der Initiativkreis Energiewende in der Region – Städtedreieck (INKER-S), hat es sich zur Aufgabe gemacht über die Energiewende im Städtedreieck zu informieren und die Menschen hier vor Ort für die erforderlichen Maßnahmen zu sensibilisieren und die Bürger zum Mitmachen zu motivieren.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Zum 6. Jahrestag des Atomunfalls in Fukushima – der Film „Power to Change“